Ziel erreicht nach harter Arbeit: Viktoria im Pokalviertelfinale

  • 19. November 2022
  • Viktoria Berlin
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Geschenke wurden nicht verteilt auf dem Biesdorfer Acker, aber nach hochintensiven 120 Minuten hatte die Viktoria das bessere Ende für sich. 2-1 für den Regonalligisten bei Fortuna aus der Landesliga.

Der lange Fatih Baca per Kopf zu Beginn der Overtime und ein Hammer des gerade eingewechselten Samir Werbelow vom rechten Box-Eck machten schlussendlich alles klar. Der Sieg bei Minusgraden und leichtem Schneegriesel ging in Ordnung, war aber hart erkämpft. Erst recht nachdem die Platzherren ebenfalls in der Verlängerung auf Remis stellen konnten. Anthony Worm traf zum 1:1.Für Marzahner Verhältnisse war der Besuch am Grabensprung mit geschätzten 150 Fans eher überschaubar, aber wer stellt sich schon freiwillig bei diesen äußeren Bedingungen an den Sportplatz. Indes, die Anhänger, die dann doch gekommen waren, konnten insbesondere mit der Anfangsviertelstunde ihrer Fortuna recht zufrieden sein.
Biesdorf stand kompakt, ließ wenig zu und wenn doch, packte der ebenso junge wie gute Keeper Felix Wieschollek sicher zu. Und in kämpferischer Hinsicht war der Truppe von Coach Thoralf Dominok ohnehin nichts vorzuwerfen.
Viktoria freilich war von Trainer Semih Keskin entsprechend vorbereitet und eingestellt worden. Dagegenhalten in jeder Situation war die Marschroute und daran hielten sich die Junge eigentlich über die gesamte Spieldauer. Mladen und Nick räumten kompromisslos ab und mit dem Seitenwechsel von Enes Küc nach rechts
auf ihre deutlich schwächere, weil langsamere linke Abwehrseite bekamen die Grün-Weißen zunehmend Probleme. So konnte die ein oder andere gute Möglichkeit kreiert werden, wirklich gefährliche Abschlüsse blieben allerdings aus. Ein Schlenzer, den Wieschollek aus dem linken Knick kratzen könnte, das war es auch fast schon in Durchgang eins. Zusammenfassend kann man sagen: Stets ein gut gemeinter Haken zu viel bei der Viktoria-Offensive.
Ähnlich in Halbzeit zwei, wenngleich die zumindest optische Überlegenheit unserer drei Klassen höher agierenden Jungs leicht zunahm. Doch im Abschluss stets das gleiche Bild. Die Viktoria wollte es spielerisch und schön lösen, anstatt einfach mal direkt draufzuhalten. So konnte sich Biesdorfs Keeper ein ums andere Mal auszeichnen und die Null halten. Und wie das dann im Fußball so geht: hätte Maxe Kinzig kurz vor Ende der regulären Spielzeit nicht zweimal in kurzer Folge gezeigt, das sein Einsatz mehr als gerechtfertigt war, hätte wohl die Fortuna ihrem Namen Ehre gemacht

So aber hatte unsere Viktoria das bessere Ende für sich, steht im BFV-Viertelfinale und hofft auf einen machbaren und gleichwohl attraktiven Gegner. Beste Himmelblaue: Mladen, Nick, Enes und, trotz Stockfehler vor dem Gegentor, Fatih.

Nächsten Freitag dann der nächste Knaller beim direkten Konkurrenten Lichtenberg 47. Anpfiff: 19 Uhr.

 

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