Knappe 4:3-Niederlage für die Himmelblauen gegen Zweitliga-Aufsteiger Hansa Rostock

  • 7. Juli 2021
  • Vera Krings
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Unter den Augen von rund 1000 Zuschauern entwickelte sich im Elgora-Stadion des TuS 1896 Sachsenhausen von Beginn an eine intensive und hart umkämpfte Partie zwischen den Himmelblauen und dem Zweitligisten FC Hansa Rostock. Am Ende behielt Hansa Rostock mit 4:3 (2:2) die Oberhand und siegte gegen Viktoria Berlin.

Die erste Halbzeit entwickelte sich schon früh zu einem offenen Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften. Bereits nach sieben Minuten enteilte Streli Mamba der Berliner Abwehr und schob zum 1:0 für den Zweitligisten ein. Kurze Zeit später leitete Lukas Pinckert einen gewonnenen Kopfball zu Lucas Falcao weiter, der im direkten Duell am Torhüter der Rostocker scheiterte. Im Anschluss wechselte die Viktoria das erste Mal, für Tobias Gunte kam Deji Beyreuther. In der 19. Minute veredelte Viktoria-Stürmer Moritz Seiffert eine Hereingabe von Kapp zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Nach einer halben Stunde spazierte Nico Neidhart durch die himmelblaue Abwehr und schoss, kurz vor der Strafraumecke, ins linke untere Eck zur 2:1-Führung für die Kogge. Die Reaktion der Viktoria folgte prompt. Eine verunglückte Ballannahme des Rostockers nahm Björn Jopek volley und hämmerte den Ball ins gegnerische Tor.

Zur Halbzeit wechselte Chefcoach Benedetto Muzzicato zweimal. Neu in die Partie kamen Christopher Theisen und Julian Krahl für Björn Jopek und Philip Sprint.

In der zweiten Halbzeit blieb die Begegnung der beiden Aufsteiger intensiv. In der 69. Minute erzielte Kevin Schumacher mit einem Rechtschuss das 3:2. Nur fünf Minuten später vollstreckte Jan Löhmannsröben eine Ecke zum 4:2. In der 85. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Berliner Strafraum auf den Punkt. Den Elfmeter von Bentley Baxter Bahn parierte Viktoria Keeper Julian Krahl jedoch. Im direkten Gegenzug setzte dann die Viktoria den Schlusspunkt: Enes Küc dribbelte durch den Strafraum des Zweitligisten und schoss ins linke untere Eck zum 4:3-Endstand.

„Die Jungs machen das aktuell sehr gut. Wir haben ein hartes Programm, haben uns diese Testspiel-Gegner aber auch ausgesucht. Wir sammeln wichtige Erkenntnisse. Der eine oder andere merkt auch, dass er schneller werden muss, wenn er vor einer Entscheidung steht. Es gibt Ballverluste, die nicht passieren dürfen. Mir ist es trotzdem wichtig, dass wir uns zeigen, mutig sind und wir wollen am Ball sein. In den nächsten zweieinhalb Wochen wird weiter hart gearbeitet und auch nach dem ersten Spieltag wird die Vorbereitung nicht abgeschlossen sein. Einigen Spielern, die erst jetzt zu der Mannschaft stoßen, wollen wir auch die Möglichkeit geben, Testspiele zu bestreiten“, sagt Trainer Benedetto Muzzicato nach dem Spiel.

Moritz Seiffert, der das Tor zum 1:1 erzielte und in den vergangenen Testspielen eine gute Leistung zeigte, erklärt: „Ich hatte ein schwieriges erstes Jahr in Berlin, hatte mit einer langwierigen Verletzung zu kämpfen. Die Corona-Pause hat mir etwas in die Karten gespielt und ich konnte viel an mir arbeiten. Ich bin viel reifer in meiner Spielweise geworden, kann die Bälle länger halten und offensiv mehr Akzente setzen. Wir wollen gegen jeden Gegner offensiv spielen und ihn unter Druck setzen. Im Idealfall gelingt es uns dann, schnell hinter die Kette und dann, wie beispielsweise beim 1:1, nach einem Flugball zügig zum Tor zu kommen.“

Sprint (46. Krahl)  – Kapp (63. Yamada) – Gunte (25. Beyreuther) – Lewald – Pinckert (63. Nehrig) – Menz (75. Heimur) – Jopek (46. Theisen) – Becker (75. Sucsuz) – Cigerci (70. Ogbaidze) – Seiffert (63. Hovi) – Falcao (63. Küc)

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