Erfolgreicher Ligaabschluss gegen Bischofswerda

Nach dem Spiel gegen Bischofswerda feiern die Spielerinnen des FC Viktoria Berlin vor den Fans auf der Tribüne wild durcheinander. Foto: Kai Heuser (@heuserkampf)
  • 29. Mai 2023
  • Nina Potzel
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Die Meisterschaft schon in der Vorwoche klargemacht, ging es gegen den Bischofswerdaer FV lediglich um einen guten Saisonabschluss. Das letzte Spiel der Regionalliga Nordost 2022/23, präsentiert von StepStone, fand unter blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen im Volksparkstadion Mariendorf statt – und 985 Zuschauer*innen sorgten für Stimmung dabei.
 
Trainer Alejandro Prieto schonte einige Stammkräfte und rotierte. Statt Inga Buchholz stand Julia Haake zwischen den Pfosten und kam zu ihrem dritten Einsatz. Auch Vanessa Lux, Marlies Sänger und Stephanie Gerken nahmen auf der Bank Platz. Stattdessen übernahm Margareta Lorenz die Kapitänsbinde und bildete mit Corinna Statz, Kim Urbanek und Katja Friedl die Abwehr.

Bischofswerda mit starkem Start

Dass das Team in der Formation nicht häufig auf dem Platz steht, zeigte sich schon in den ersten Minuten der Partie. Nach einer Ecke der Gegnerinnen steuerte der Ball durch das Gewimmel vor dem Tor auf eben jenes zu. Friedl musste auf der Linie retten (3.). Auch der nächste Angriff kam von den Gästinnen: Anna Salzmann wurde über die linke Seite geschickt – der Ball geriett jedoch zu lang (4.).
 
Bei diesem kurzen Aufbäumen durch Bischofswerda blieb es für die Viktoria aber erst einmal, die Himmelblauen hatten das Spiel von da an im Griff und schickten eine Offensive nach der anderen. Viel ging mit Statz und Louise Trapp über links, allen voran machte aber Aylin Yaren Alarm. Die Torschützenkönigin der Liga (jetzt 44 Treffer) sorgte für Chancen im Minutentakt: Eine Bogenlampe landete auf dem Tornetz Bischofswerdas (9.), ein Schuss von Halblinks ging knapp übers Tor (13.), ein weiterer nach einem Block der starken Torhüterin Laura Werner rechts vorbei (14.), der nächste nahm den gleichen Weg ohne Werners zutun (15.).

Yaren eröffnet mit 1:0

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Yaren gegen Bischofswerda treffen sollte – nach zwanzig Minuten war es so weit. Wieder ging es über links, fast an der Grundlinie ließ sie ihre Gegenspielerin geschickt aussteigen und traf ins entfernte rechte Eck zum 1:0 für die Viktoria (21.). Nur kurz danach stellte Trapp fast auf 2:0, ihren Schuss blockte Bischofswerdas Torhüterin Werner ab (22.)
 
Und so ging es weiter: Zahlreiche Schüsse wie der von Maja Wasiak in der 25. Minute fanden ihren Weg aufs Tor – aber selten hinein. Torhüterin Werner blockte stark, Viktoria spielte den Ball teilweise zu weit. Zur Halbstundenmarke gab es einen Aufreger der anderen Art im Strafraum des Bischofswerdaer FV: Eine der Gästinnen hatte den Ball klar mit der Hand gespielt. Schiedsrichter Maximilian Bauer ließ jedoch weiterlaufen (34.).

Viele Chancen liegengelassen, trotzdem vier Treffer gegen Bischofswerda

Kein Problem für die Viktoria, die wenig später auch ohne Strafstoß das 2:0 erzielte. Auch hier fand der Ball über die linke Seite nach vorne zu Wasiak, die zentral vor dem Tor abzog (37.). Nach einem Vorstoß der Gästinnen mit Anna Salzmann und Sarah Kasper über die rechte Seite, den die Himmelblauen klärten, traf Lea Hahn den Pfosten (43.), kurz danach hielt Torhüterin Werner stark gegen sie (44.).
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste: Bischofswerda kam das erste Mal vors Tor – kein Probleme für Haake, die den Ball mit dem Fuß stoppte (47.) – danach gehörte das Spiel wieder Viktoria. Die größte Chance des Spiels, die zu keinem Tor führte, hatte Hahn in der 52. Spielminute. Ein weiter Ball aus dem Rückraum erreichte sie völlig allein gelassen im Sechzehnmeterraum der Gästinnen. Hahn hatte Zeit und Platz – setzte die Kugel jedoch nur an den rechten Pfosten.

Meisterehrung in Mariendorf

Die Chancenverwertung hätte besser sein können, auch Wasiak verpasste noch einmal fünf Meter vor dem Tor (56.), doch es fanden immer noch genug Schüsse ihren Weg ins Tor. Das 3:0 erzielte Friedl (59.), bevor Yaren – die ja schon eröffnet hatte – zum 4:0 Endstand traf. Ein gebührendes Ergebnis also für das letzte Ligaspiel, dem die Meisterehrung folgte.
Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) sowie Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußballverbandes (BFV) und Spielleiterin Anja Kirchner ehrten die Meisterinnen und überreichten den Spielerinnen den wohlverdienten Pokal.
Das letzte Spiel der Regionalliga Nordost 2022/23 bedeutet allerdings nicht das letzte Spiel der Saison. Die Meisterschaft bedeutet, dass es für die Himmelblauen in zwei Relegationsspielen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga geht. Am Sonntag, den 11. Juni, geht es zum Hinspiel gegen den Hamburger SV. Das Rückspiel findet am Sonntag, den 18. Juni, in der Heimspielstätte im Stadion Lichterfelde statt.
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