Führungsgremien des FC Viktoria 1889 wollen Fokus auf die Saison 2020/21 richten

  • 29. April 2020
  • FC Viktoria 1889 Berlin
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Es wird derzeit hitzig diskutiert, wie es in Fußball-Deutschland weitergehen soll. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Saison bis auf Weiteres ausgesetzt, das gilt für den Spiel- und Trainingsbetrieb. Die Führungsgremien des FC Viktoria 1889 e.V. und der FC Viktoria 1889 Fußball GmbH beziehen dazu Stellung.

„Unser Verein steht geschlossen hinter den von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. Die Gesundheit hat oberste Priorität“, sagt Präsident Ulrich Brüggemann, der befürchtet, dass jede Entscheidung der Verbände ein juristisches Nachspiel hätte: „Wichtig ist, dass eine möglichst faire und für die Klubs nachvollziehbare Lösung präsentiert wird.“

Die Himmelblauen vertreten die Ansicht, dass die Saison abgebrochen, aber nicht annulliert werden sollte. „Zwei Drittel sind gespielt, da muss es möglich sein, eine sportliche Bewertung herbeizuführen“, sagt Sportdirektor Rocco Teichmann, der an sämtlichen Video-Konferenzen des NOFV und BFV teilgenommen hat.

„Wir sind der Ansicht, dass die Vereine nicht für eine Situation bestraft werden dürfen, in die sie unverschuldet hineingeraten sind“, so Teichmann. „Natürlich ist es nicht einfach umzusetzen. Aber den Klubs, die sich sportlich qualifiziert haben, müsste der Aufstieg ermöglicht werden, indem die Spielklassen für die kommende Saison entsprechend aufgestockt werden. Von Abstiegen sollte man absehen.“

Sowohl für die Regionalliga-Teams der Männer und Frauen als auch für alle übrigen Mannschaften aus dem Leistungsbereich und Breitensport gilt, dass sich der FC Viktoria 1889 auf den Neustart in der Serie 2020/21 konzentrieren will. „Es bringt nichts, im September oder Oktober an die derzeit unterbrochene Saison anzuknüpfen“, sagt Teichmann. „Das wäre Wettbewerbsverzerrung.“

Peer Jaekel, Aufsichtsratsvorsitzender der FC Viktoria 1889 Fußball GmbH, pflichtet dem Sportdirektor bei. „Im Vordergrund steht ganz klar, dass eine Perspektive geschaffen wird. Dafür muss ein klarer Schnitt her. Aktuell steht der Fußball im Hintergrund, das tragen wir voll und ganz mit. Aber wir wollen uns jetzt aufstellen, um bereit zu sein, wenn er wieder rollt“, so Jaekel.

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