2:2 – Viktoria Berlin und der 1. FC Lok Leipzig spielen unentschieden

  • 12. August 2022
  • Vera Krings
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Am 2. Spieltag, am Freitag, den 12. August 2022 empfing Viktoria Berlin den 1. FC Lok Leipzig im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. 965 Zuschauer:innen kamen am Freitagabend zum Heimauftakt der Viktoria ins Stadion. Am zweiten Spieltag konnte sich Viktoria Berlin gegen gut gestartete Leipziger einen Punkt sichern und war zum Schluss sogar näher an den drei Punkten als die Gäste.

Viktoria Berlin startete hellwach in die Partie. Bereits nach zwanzig Sekunden hatte Ünal Durmushan die erste Chance auf dem Fuß, scheiterte aber knapp an Loks Torhüter Isa Dogan. Wenige Minuten später ging das Team von Chefcoach Semih Keskin dann verdient in Führung: Der schnelle Moritz Seiffert zog von links in die Mitte und bediente im Sechzehnmeterraum den heranrauschenden Berk Inaler, der eiskalt unten links ins Tor traf (5. Minute). Viktoria versuchte es immer wieder auf schnellem Weg nach vorne. Leipzig kam aber langsam besser ins Spiel. Die Jungs von Keskin ließen sich aber nicht abschütteln und machten weiter Druck. Ein starker Kopfball von Christopher Theisen ging knapp rechts am Tor von Dogan vorbei (11. Minute). Trotz vier aufeinanderfolgender Ecken im Anschluss konnte Lok Leipzig im himmelblauen Strafraum nicht gefährlich werden. Wenige Minuten später war es wieder die Viktoria, die sich eine schöne Möglichkeit erspielte: Diren Günay flankte von links zu Christopher Theisen, der nur knapp verpasste (22. Minute). Kurz darauf dann der plötzliche Ausgleich der Gäste: Osman Atilgan traf aus vier Metern zum 1:1 (24. Minute). In den folgenden Minuten agierte keines der beiden Teams wirklich zwingend. Einen stark geschossenen Freistoß der Leipziger konnte Marcel Köstenbauer halten (31. Minute). Kurz darauf war er dann machtlos: Djamal Ziane nahm den Ball, der ihm nach einem Freistoß in die Füße gespielt wurde, sauber an und schloss wuchtig zum 1:2 aus Viktoria-Sicht ab (34. Minute). Kurz darauf gab es Freistoß aus mittiger Position für Viktoria Berlin: Yousef Emghames setzte den Ball erst in die Mauer, der Nachschuss von Kapitän Jakob Lewald ging über Dogans Kasten (37. Minute). In den letzten Minuten der ersten Hälfte plätscherte die Partie vor sich hin und bot keine zwingenden Chancen mehr. So ging es mit dem 1:2 in die Pause.

Ohne Wechsel ging es für das Team von Cheftrainer Semih Keskin in die zweite Hälfte. Viktoria Berlin agierte mutiger und versuchte zügig die Spielkontrolle zu übernehmen. Emghames startete durch und flankte nach innen, fand dort aber keinen Abnehmer (46. Minute). Die zweikampfstarken Leipziger machten es Viktoria Berlin schwer nach kontrolliertem Spielaufbau gefährlich in Loks Strafraumnähe zu gelangen. Ein Angriff nach einer schönen Kombination von Emghames, Durmushan und Günay konnte von den Leipzigern geblockt werden (56. Minute). Vieles spielte sich in dieser Phase in der Hälfte der Gästemannschaft ab. Moritz Seiffert versuchte es von rechts, seinen Schuss konnten die Leipziger nur knapp über das eigene Tor blocken (59. Minute). Die anschließende Ecke brachte Viktoria Berlin nichts ein. In der 60. Minute wechselte Cheftrainer Keskin erstmals: Für Nikell Touglo und Yousef Emghames kamen Oliver Maric und Batikan Yilmaz. Nach einem erneut starken Freistoß der Leipziger war Köstenbauer zur Stelle (62. Minute). Kurz darauf gab es die bis hierhin wohl beste Chance für Viktoria Berlin, Ünal Durmushan setzte den Ball jedoch aus zehn Metern über Dogans Tor (64. Minute). Nur drei Minuten später erlöste Christopher Theisen das Team von Keskin und erzielte den verdienten 2:2-Ausgleich (67. Minute). Für Ünal Durmushan kam Samir Werbelow in die Partie (70. Minute). In den darauffolgenden Minuten gab es wenige Highlights, das Spiel wirkte etwas zerfahren. Zehn Minuten nach dem Ausgleichstreffer fasste sich Seiffert ein Herz und zog aus der Distanz ab: Den Schuss konnte Isa Dogan aber halten (77. Minute). Von Lok Leipzig kam in dieser Phase sehr wenig – auch einen Freistoß konnten sie nicht in den Strafraum der Berliner bringen (81. Minute). Theisen startete kurz darauf ein starkes Solo aus der eigenen Hälfte und bediente den eingewechselten Samir Werbelow, dieser schoss Dogan jedoch in die Arme. In den letzten Minuten machte es Viktoria Berlin noch einmal richtig spannend und drückte auf das 3:2, konnte aber leider keine drei Punkte einfahren. In der 90. Minute brachte Keskin Jeronimo Mattmüller für den angeschlagenen Seiffert.

„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben uns frühzeitig mit dem 1:0 belohnt. Anschließend haben wir das Spiel leider etwas aus der Hand gegeben, anstatt es selbstbewusst fortzusetzen. Die Offensive von Lok hat wahnsinnige Qualität und das konnte man beim 1:1 auch sehen. Das zweite Gegentor hat uns geärgert, weil es zu einfach gefallen ist. Wenn wir Situationen des Gegners im Laufe der Woche immer wieder nachkreieren, dann darf man eigentlich nicht solche Gegentore kassieren. Wir werden aber auch in Zukunft daran arbeiten, solche Situationen zu vermeiden. In der zweiten Halbzeit wollten wir noch mutiger sein, viel Ballbesitz haben. Und das haben wir phasenweise sehr gut gemacht. Den Jungs muss ich ein Lob aussprechen, dass sie innerhalb kürzester Zeit eine solche Einheit auf dem Platz formen konnten. Wir sind zufrieden mit dem Punkt“, sagte Cheftrainer Semih Keskin nach dem Spiel.

In der kommenden Woche steht für Viktoria Berlin das erste Berlin-Derby der diesjährigen Regionalliga-Saison auf dem Programm. Am Samstag, den 20. August 2022 treten sie bei Hertha BSC II an. Anstoß ist um 13:00 Uhr im Amateurstadion (Friedrich-Friesen-Allee, 14053 Berlin).

Aufstellung: 

Köstenbauer – Lewald – Baca – Touglo (60. Maric) – Günay – Inaler – Mladen C. – Durmushan (70. Minuten) – Emghames (60. Yilmaz) – Seiffert (90. Mattmüller) – Theisen

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