Kantersieg gegen Tabellenletzten Rostock

Viktoria-Spielerinnen bejubeln ein Tor gegen Rostock. Davor eine Rostockerin. Foto: Kai Heuser / @heuserkampf
  • 26. Februar 2023
  • Nina Potzel
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Tabellenerster gegen Tabellenletzten – das klang nach einer klaren Angelegenheit gegen Rostock. Im Hinspiel war es das allemal, da gewann die Viktoria mit 14:0. Und auch am 15. Spieltag der Regionalliga Nordost waren Tore keine Mangelware.

Bei eiskalten Temperaturen, aber Sonne auf dem Platz im Stadion Lichterfelde, waren die Rollen in der Partie schnell verteilt: Die Himmelblauen rückten bereits in den ersten Minuten enorm hoch auf, standen mit allen Feldspielerinnnen weit in der Hälfte der Rostockerinnen. So kam es auch schnell zu den ersten Möglichkeiten für Viktoria. Schon in der vierten Minute lieferte Kapitänin Marlies Sänger einen Schuss ab, der abgeblockt wurde. Zwei Minuten später prüfte Louise Trapp Rostocks Torhüterin Frike Bentert mit einer Herenigabe von links (6.). Insgesamt war das das favorisierte Mittel der Wahl, um vor das Tor der Gästinnen zu kommen: Sänger verteilte die Bälle aus dem Zentrum nach außen, zumeist nach links auf Trapp oder Aylin Yaren, von denen die Hereingaben kamen. Das erste Tor des Abends fiel aber auf eine andere Art und Weise, denn Yaren selbst bugsierte den Ball nach einem Pass von rechts am linken Pfosten ins Netz (12.).

Rostock verteidigt leidenschaftlich, Viktoria tut sich schwer

Insgesamt fokussierte sich Rostock auf die Abwehrarbeit. Dort verteidigten sie leidenschaftlich, sodass die Himmelblauen sich in den folgenden Minuten eher schwer tat mit dem Toreschießen. Zwar hatten sowohl Yaren (17.) als auch Linda Shiqjegi (21., 29.) und Sänger (25.) das 2:0 auf dem Fuß, doch immer wieder war ein Fuß einer Gegnerin dazwischen oder Torhüterin Bentert mit ihren Händen zur Stelle. Aus der eigenen Hälfte hinaus kam Rostock aber selten. Zweimal lief Malena Wiechers auf das Tor der Viktoria zu, wurde letzten Endes aber von der Abwehrreihe um Vanessa Lux abgelaufen (16., 27.).

Viktoria-Trainer Alejandro Prieto wechselte bereits nach 35 Minuten zweimal, um gegen die Tabellenletzten mehr aus dem Spiel zu bekommen. Und sein Plan ging auf: nur kurz nach ihrer Einwechslung traf Danya Barsalona zunächst den rechten Pfosten, von wo der Ball ins Netz sprang (37.). Damit schien der Bann gebrochen: Zunächst verpasste Lux das 3:0 noch mit einem Distanzschuss knapp über die Latte (41.), dann stellte Sänger auf 3:0 (42.) und Trapp auf 4:0 (43.).

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lang, da ging es munter weiter mit den Toren. Yaren trug sich als erste Spielerin doppelt auf die Torschützenliste ein, als sie einen direkten Freistoß aus gut 25 Metern Entfernung direkt verwandelte (49.). Auch ihr drittes und das insgesamt sechste Tor im Spiel gegen Rostock erzielte Yaren aus der Distanz (53.).

Doppelpack für Debütantin

Von den Rostockerinnen kam in dieser zweiten Halbzeit noch weniger als in der ersten Halbzeit. Teilweise standen sie in einer Siebenerkette am Strafraum. Kein Wunder aber, schließlich mussten sie die gesamte Partie ohne einen Wechsel bestreiten. Dennoch machte Rostock es der Viktoria nicht einfach, die sich teilweise mit ungenauen Flanken aber auch selbst im Weg stand.

Ein Glück also, dass es so viele dieser Möglichkeiten gab. Denn dadurch kam Winterneuzugang Kim Urbanek, die zuletzt bis Juli in Nürnberg in der zweiten Bundesliga gekickt hatte, nicht nur zu ihrem ersten, sondern direkt zu ihren ersten beiden Toren (68., 75.). Sie war aber nicht die einzige Debütantin, Carol Cazares Carrera wurde mit ihr eingewechselt und überzeugte mit einem guten Spielaufbau aus der Abwehr.

Zwischen dem 7:0 und dem 8:0 hatten auch Barsalona und Stephanie Gerken die nächsten Tore auf dem Fuß (70., 73.). Zehn Minuten vor Schluss gelang es ersterer dann doch, sich als Doppeltorschützin im Spielbericht einzutragen. So deutlich wie im Hinspiel gegen die Rostockerinnen wurde es zwar nicht, dennoch fährt die Viktoria den nächsten Kantersieg in dieser Saison ein.

Weiter geht es für die Himmelbauen mit zwei Heimspielen gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Am Mittwoch, den 1. März, geht es um 19:30 Uhr im Berlin-Pokal los, am Sonntag, den 5. März, wird um 14 Uhr für die Liga angepfiffen.

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