Viktoria-Kapitän Menz nach Drittliga-Aufstieg: „Die Gemeinschaft hat uns so stark gemacht“

  • 18. April 2021
  • FC Viktoria 1889 Berlin
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Der Kapitän kennt sich in der neuen sportlichen Heimat des FC Viktoria 1889 bestens aus. In 162 Spielen lief Christoph Menz bereits in der 3. Liga auf, hinzu kommen 106 Partien in der 2. Liga. Kein Wunder, dass die Himmelblauen auch nach dem Aufstieg auf ihren Anführer setzen. Im Interview spricht der 32-Jährige über den große Erfolg, schwere Zeiten und hohe Ambitionen.

Was bedeutet Ihnen der Aufstieg mit dem FC Viktoria 1889 in die 3. Liga?

Für mich ist das ein ganz besonderes und spezielles Erlebnis, es mit diesem tollen Verein geschafft zu haben und nach Hertha BSC und dem 1. FC Union als dritter Berliner Verein im Profifußball vertreten zu sein. Das ist eine schöne Erfahrung, die wir machen dürfen und auf die ich mich schon sehr freue. Ich bin sicher, da spreche ich auch für meine Teamkollegen.

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf die vergangenen Monate zurück?

Es war ein sensationelles Jahr, trotz der negativen Umstände mit der Corona-Pandemie, die dann für den Abbruch der Saison in der Regionalliga Nordost geführt hat. Wir haben unsere sportliche Klasse eindrucksvoll nachgewiesen, alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, und uns den Aufstieg daher auch absolut verdient.

Wie bewerten Sie die Entwicklung des FC Viktoria 1889 seit der Insolvenz im Frühjahr 2019?

Es war eine schwierige Zeit, keine Frage. Aber im Rückblick können wir umso glücklicher sein, wie wir uns als Verein und als Mannschaft seither Stück für Stück weiterentwickelt haben. Die Teilnahme an der 3. Liga ist die Belohnung und das sehe ich als einen Meilenstein an. Wir wissen es aber auch zu schätzen, wie hart neben dem Platz gearbeitet wird, um die Bedingungen weiter zu verbessern, mit dem Trainingszentrum am Wildspitzweg wurde ein Riesenschritt gemacht. Das stimmt mich sehr zuversichtlich, dass sich der FC Viktoria 1889 auf hohem Niveau etablieren wird.

Was hat die Mannschaft in dieser Saison besonders ausgezeichnet?

Der ganz entscheidende Punkt ist, dass wir sehr geschlossen aufgetreten, dass wir nicht nur in den Spielen oder im Training, sondern auch in der Kabine eine verschworene Einheit sind. Es hat sich nie jemand hängengelassen, jeder hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und das Beste gegeben. Ich kann mir vorstellen, dass es für unseren Trainer sehr schwer war, zu entscheiden, wen er nicht spielen lässt. Weil es alle verdient gehabt hätten.

Dennoch gab es nie schlechte Stimmung.

Richtig. Und deshalb möchte ich gerade die Jungs und ihren Anteil am Erfolg hervorheben, die nicht immer in der Startelf standen, die weniger zum Einsatz gekommen sind. Was wir erreicht haben, ist im Kollektiv gestanden, da ragte niemand heraus. Die Gemeinschaft hat uns so stark gemacht.

Welche Ziele setzen Sie sich mit den Himmelblauen für die kommende Spielzeit?

Für mich schließt sich der Kreis. Ich bin für den FC Viktoria 1889 damals einen Schritt zurückgegangen, um mitzuhelfen, den Sprung in die 3. Liga zu schaffen. Das ist eine tolle Geschichte für mich. Ich hoffe, dass wir als Verein, als Mannschaft auch in der nächsten Saison positiv überraschen und am Ende der Klassenerhalt steht. Es wird ein herausforderndes Jahr, auf das wir uns aber alle freuen können.

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