Die Himmelblauen holen einen Punkt beim SC Verl in Lotte

  • 4. September 2021
  • Vera Krings
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Beflügelt von der erfolgreichen englischen Woche mit vier Punkten aus den Spielen gegen FSV Zwickau und Waldhof Mannheim wollte Viktoria Berlin gegen den SC Verl im Stadion am Lotter Kreuz die nächsten Punkte einfahren. Cheftrainer Benedetto Muzzicato stellte seine Mannschaft auf nur einer Position um: Philip Sprint stand für Julian Krahl zwischen den Pfosten.

In einer ereignisreichen Anfangsphase hatte Viktoria Berlin bereits nach zwei Minuten die erste Chance. Lukas Pinckert brach über die rechte Seite durch und bediente Tolcay Ciğerci im Strafraum der Verler. Dessen Schuss wurde allerdings abgeblockt, der Nachschuss von Erhan Yilmaz war zu schwach. Nur wenig später wurde Enes Küc im Strafraum zu Fall gebracht, der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selber an, verlud den Keeper, aber scheiterte dann am linken Pfosten (4.). In der 11. Minute war es wieder Ciğerci der zum Abschluss kam. Der Torhüter der Verler konnte den ersten Schuss parieren, beim zweiten Versuch stand Küc im Abseits. In der Folge wurden die Himmelblauen wieder gefährlich vor dem Verler Tor. Erhan Yilmaz probierte es mal aus der Distanz, seinen Schuss blockte der Heimtorhüter Thiede zur Ecke. Bei einer weiteren Ecke setzte Jakob Lewald den Kopfball zu unplatziert an (18.). Zehn Minuten später hatte der SC Verl seine bislang beste Chance im Spiel. Nach einem Querpass von der linken Seite flog der Ball jedoch an allen Spielern vorbei und die Chance verpuffte. In der 33. Minute konnte Thiede den ersten Versuch von Björn Jopek mit dem Fuß parieren, den Nachschuss blockte der Keeper zur Ecke. Nach der folgenden Ecke konterte Verl über die linke Seite, am Ende schloss Leandro Putaro zum 1:0 ab (34.).

Mit einem Wechsel begann die Mannschaft von Benedetto Muzzicato die zweite Halbzeit. Soufian Benyamina kam für Lucas Falcao in die Partie (46.). Nur wenige Sekunden war Benyamina auf dem Feld, da hatte er gleich seine erste Chance. Sein Schuss aus dem Strafraum ging ans rechte Außennetz (47.). Eine Minute später fasste sich Ciğerci knapp hinter der Strafraumgrenze ein Herz und beförderte den Ball traumhaft ins lange Eck (47.). Innerhalb von fünf Minuten folgte der Doppelschlag der Viktoria Berlin. Jopek schlug im Strafraum einen Haken und zog mit rechts in den rechten Winkel zur 2:1-Führung ab (52.). Putaro schoss nach einem Konter der Verler gegen den Pfosten (59.). Nach einer Flanke von Putaro beförderte Patrick Kapp den Ball unglücklich ins eigene Tor (61.): 2:2. In der Folge verflachte das Spiel ein wenig. Einige Zeit später behauptete Pascal Steinwender den Ball im Strafraum der Himmelblauen und schloss zur 3:2-Führung für Verl ab (75.). Bryang Kayo kam in die Partie und wurde nach seiner Einwechslung von Kimmo Hovi angespielt, sein Schuss ging knapp links am Tor vorbei (82.). In der 89. Minute sah Yannis Becker nach einem Foulspiel an Rabihic die Rote Karte. In letzter Sekunde gelang Viktoria Berlin doch noch der späte Ausgleich: Ciğerci zog nach Ablage von Moritz Seiffert direkt ab, sein Schuss landete im kurzen Eck (90.+4).

„Für Außenstehende war das heute sicherlich ein Spektakel, für uns war das leider sehr bitter. Wir sind alleine in der ersten Halbzeit auswärts so stark aufgetreten und haben uns dafür nicht belohnt. Dass bei den vielen Möglichkeiten nichts herausgekommen ist, schmerzt mehr als die drei Gegentreffer, die für Verls Offensivqualitäten stehen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann mit mehr Intensität, mehr Glaube ins Spiel gegangen, haben es gedreht, um es dann wieder aus der Hand zu geben. Kompliment an den SC Verl für die zweite Halbzeit. So entsteht dann ein verdientes Unentschieden“, legte Cheftrainer Benedetto Muzzicato nach dem Spiel kritisch dar.

Am Mittwoch, den 8. September geht es für die Himmelblauen schon weiter, dann wartet mit dem SSC Teutonia 99 ein Landesligist in der 2. Hauptrunde des AOK-Landespokals. Anstoß ist um 18:00 Uhr. Nur drei Tage später, am Samstag, den 11. September um 14:00 Uhr, gastiert der SV Wehen Wiesbaden am 8. Spieltag im Jahn-Sportpark. Tickets gibt es im Ticket-Shop der Himmelblauen.

Sprint – Menz – Lewald – Kapp (81. Hovi) – Jopek – Yilmaz (70. Seiffert) – Küc (70. Kayo) – Becker – Pinckert – Falcao (46. Benyamina) – Ciğerci

Foto: Jens Dünhölter sport/presse/foto

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