Trotz starker Leistung: Frauen verlieren 0:3 gegen Union Berlin

Zu sehen ist Kim Urbanek im Himmelblauen Heimtrikot des FC Viktoria Berlin im Zweikampf mit einer Union-Spielerin im roten Trikot. Zu ihren Füßen der Ball. Foto: Christian Schneider (@haltdieklappe_medienmacher)
  • 25. März 2024
  • Nina Potzel
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Topspiel in der Regionalliga Nordost: Am Sonntag empfingen unsere Spielerinnen vom FC Viktoria Berlin die Spitzenreiterinnen von Union Berlin. Bei kalten Temperaturen und einem vom Regen durchnässten Platz lieferten sich die beiden besten Teams der Liga einen richtig guten Fight.

Viele Verletzte erschweren die Ausgangslage

Dabei musste der FCV auf einige Spielerinnen verzichten: Nina Ehegötz, Vanessa Lux und Danya Barsalona sind drei, die nicht auflaufen konnten.

Das Spiel war geprägt von den Defensiven, beide Abwehrreihen standen enorm stabil, da gab es kaum ein Durchkommen. Kein Wunder: Immerhin standen sich die beiden besten Defensiven der Liga gegenüber. Viktoria verlagerte sich aufs Kontern, kam schon in der neunten Minute mit Louise Trapp über rechts, Kapitänin Marlies Sänger und Laura Casanovas– heute im Sturm – waren im Strafraum zur Stelle, doch die Köpenicker Torhüterin Melanie Wagner hatte den Ball sicher.

Bei den Eisernen war es vor allem Naika Reissner, die für Wirbel sorgte. Immer wieder zog sie das Tempo an, doch Anouk Dekker und Anna Höfker waren ebenso oft die Endstation. Besonders Höfker zeigte über das gesamte Spiel hinweg immer wieder großartige Rettungstaten.

Union nutzt defensive Unaufmerksamkeit

Bis zum ersten wirklich gefährlichen Abschluss dauerte es jedoch, das Spiel fand vor allem zwischen den Strafräumen statt. Nach einer halben Stunde allerdings nahm Union Berlin das Ruder immer mehr in die Hand – und nutzte einen Einwurf kurz vor der rechten Eckfahne für sich, Lisa Heiseler war völlig alleingelassen und netzte zum 1:0 für Union Berlin ein. Viktoria-Torhüterin Inga Buchholz war noch dran, lenkte den Ball an den Innenpfosten – von da ging er aber ins Tor (31.).

Ein super bitteres Gegentor, wo die Viktoria eigentlich so gut stand in der Defensive. In der Offensive ließen sich die Himmelblauen auch nicht einschüchtern vom einzigen Profiteam der Liga, liefen teilweise sehr früh an und hatten Chancen auf Steckpässe – doch im letzten Moment hatte Union oft die Füße entscheidend dazwischen.

Einziges Profiteam der Liga hat die Nase vorn

Aus der Halbzeit kam der FCV forsch. Direkt in der ersten Minute lief das Team von Trainer Dennis Galleski auf das gegnerische Tor zu – doch Schiedsrichterin Christine Weigelt entschied auf Abseits (46.). Nur kurze Zeit später rettete erst noch Carol Cazares in einen Schuss von Naika Reissner – zwei Minuten später klingelte es dann aber das zweite Mal im Kasten der Viktoria. Nach einem starken Solo der Unionen Sarah Abu Sabbah hatte Buchholz kaum eine Chance (54.). In der Folge zeigten sich auch die Unterschiede in der Kondition. Während den Himmelblauen langsam die Kräfte auszugehen schienen, waren die Unionerinnen noch fit wie nichts.

Mit der Einwechslung Kim Urbaneks und Corinna Statz’ kam noch einmal etwas Schwung hinein, auch Aylin Yarendrehte noch einmal auf. Doch Union Berlin funkte dazwischen und traf nach einer Ecke mit Dina Oschmann zum 3:0 (77.).

Comeback für Dilara Agac

Ein toller Spieltag war es für die Viktoria dennoch: Unsere Spielerinnen boten den Tabellenführerinnen nicht nur einen starken Kampf, vor allem in der ersten Hälfte war das Spiel wirklich ausgeglichen. Nach mehr als anderthalb Jahren feierte Dilara Agac ihr Comeback im Trikot der Viktoria. Zum Auftakt der Regionalligasaison 2022/23, im August 2022, hatte sie nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden müssen. Diagnose: Kreuzbandriss. Nach vielen OPs und langer Reha war es nun also soweit: Agac wurde in der 85. Minute eingewechselt – ausgerechnet gegen das Team, gegen das sie sich verletzt hatte. Der Jubel war groß und auch an dieser Stelle noch einmal: Willkommen zurück!

Mit dieser Niederlage sind die Köpenickerinnen uns nun sechs Punkte voraus. Die Meisterschaft ist ihnen wohl schwer zu nehmen, bisher ist nicht ein Punkt verloren gegangen. Für die Viktoria geht es am 7. April weiter in Dresden, gegen den 1. FFC Fortuna. Die Woche darauf, am 14. April, steht das nächste Heimspiel an, gegen RB Leipzig II. In der gleichen Woche geht es im Halbfinale des Berlin-Pokals gegen Blau-Weiß Hohen-Neuendorf – mit dem Weiterkommen ins Finale wäre die Teilnahem am DFB-Pokal für die nächste Saison geklärt. Wichtige Spiele also, Tickets für beide Heimspiele gibt es hier!

Aufstellung:

Buchholz – Grosch (85. Wasiak), Höfker, Dekker, Cazares (85. Agac) – Stulin, Friedl (85. Gerken) – Yaren, Sänger (71. Statz), Trapp – Casanovas (62. Urbanek).

Tore:

0:1 Heiseler (31.)
0:2 Abu Sabbah (54.)
0:3 D. Orschmann (79.)

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