Viktoria Berlin schlägt TeBe mit 2:1 und holt die ersten drei Punkte

  • 10. September 2022
  • Vera Krings
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Bei schönstem Fußballwetter empfing Viktoria Berlin am 5. Spieltag der Regionalliga Nordost Tennis Borussia im Berlin-Derby. 711 Zuschauer:innen zog es am 10. September um 13:00 Uhr in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo sie sehen konnten, wie Viktoria Berlin den ersten Sieg in dieser Regionalliga-Saison einfuhr.

Die Gäste versuchten sofort die Spielkontrolle zu übernehmen, wovon sich das Team von Cheftrainer Semih Keskin nicht beeindrucken ließ. In den ersten 15 Minuten bewahrte Viktoria Berlin die Ruhe und versuchte im hektischen Spiel von TeBe Nadelstiche zu setzen. Der erste Abschluss von Shalva Ogbaidze war zu schwach geschossen (9. Minute), beim zweiten Mal konnte sein Schuss von TeBe-Torhüter Karl Albers ins Tor-Aus gelenkt werden (11. Minute). Der darauffolgende Eckstoß brachte nichts ein. Die Gastgeber kamen schließlich auch besser in die Partie, während Tennis Borussia zwar spielbestimmend blieb, aber nicht zwingend gefährlich werden konnte. Moritz Seiffert konnte den Ball immer wieder schnell über links in den Strafraum der Gäste bringen, so auch in der 22. Minute, fand aber selten einen Abnehmer. Kurz darauf gab es die erste richtig gute Chance für Viktoria Berlin: Eine Ecke von Diren Günay traf der zum Kopfball heranrauschende Fatih Baca aber leider nicht genau genug (23. Minute). Einen schönen Spielfluss bot die Partie aufgrund vieler kleiner Fouls in der ersten Halbzeit nicht. Viktoria Berlin versuchte Akzente zu setzen und so war es Neuzugang Phil Harres der eine gute Chance auf dem Fuß hatte, in Rücklage geriet und knapp rechts vorbeischoss (28. Minute). Seiffert, mittlerweile auf die rechte Seite gewechselt, versuchte es wenig später mit einem wuchtigen Distanzschuss, der jedoch über das Gäste-Tor ging (33. Minute). Das Team von Keskin sortierte sich immer besser und strahlte immer wieder Gefahr aus. Zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte kamen die Gäste wieder gefährlich vor das himmelblaue Tor: Die Hereingabe von Louis Wagner verpasste Emincan Tekin alleinstehend vor Viktorias Torhüter Marcel Köstenbauer nur denkbar knapp (36. Minute). Das Spiel gestaltete sich offener und beide Teams kamen zu guten Chancen. TeBe-Torhüter Albers musste sich zweimal hintereinander beweisen (37. und 39. Minute). Ein Abschluss von Travassos war für Köstenbauer kein Problem (43. Minute). Kurz darauf waren es erneut Seiffert (45. Minute) und Harres (45. +1 Minute), die gefährlich werden konnten. Ein Tor sollte in der ersten Hälfte allerdings nicht mehr fallen und so ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Beide Teams kamen mit hoher Intensität aus der Pause. Für Oliver Maric war Milos Cvjetinovic in die Partie gekommen. Moritz Seiffert setzte zunächst mit einem starken Solo ein Ausrufezeichen (48. Minute), schoss wenig später aus kurzer Distanz nur knapp links vorbei (51. Minute). Viktoria Berlin erhöhte nun den Druck auf die Gäste und drängte sie in die eigene Hälfte. Jonas Kühns wuchtiger Schuss nach schöner Kombination durch den TeBe-Strafraum ging Zentimeter an Albers Kasten vorbei. Schließlich versuchte es Shalva Ogbaidze stark aus der Distanz: Seinen Ball konnte der TeBe-Torhüter nur knapp über die Latte lenken (58. Minute). Viktoria-Torhüter Köstenbauer war in dieser Phase des Spiels nur wenig bis gar nicht gefordert. Die himmelblaue Drangphase hielt an und schließlich konnte sich die Mannschaft von Keskin belohnen: Nach einer schönen Vorlage von Samir Werbelow von links traf Phil Harres wuchtig ins Tor des chancenlosen Albers (69. Minute). Kurz darauf verließ Werbelow, der ein gutes Spiel gemacht hatte, das Feld. Für ihn kam Ünal Durmushan (70. Minute). Nun war der Knoten bei den Gastgebern geplatzt: Der starke Seiffert setzte sich über rechts durch, legte für Inaler zurück, der auf 2:0 für Viktoria Berlin erhöhte (73. Minute). Anschließend wechselte Keskin erneut aus: Für Shalva Ogbaidze, der ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen hatte, kam Jeronimo Mattmüller ins Spiel (74. Minute). In den folgenden Minuten plätscherte die Partie vor sich hin, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. In der 82. Minute gab das Team von Abu Njie ein Lebenszeichen von sich: Uzoma Eke erzielte den Anschlusstreffer und verkürzte auf 2:1. Kurz darauf kam für Moritz Seiffert, der eine überragende Partie gespielt hatte, Junis Anders ins Spiel (85. Minute). In den letzten Minuten gelang es Viktoria Berlin, den Sieg über die Zeit zu bringen und die ersten drei Punkte dieser Saison zu holen.

Cheftrainer Semih Keskin sagte nach dem Heimsieg: „TeBe war zu Beginn sehr stark und präsent in den Zweikämpfen. Damit haben wir uns schwergetan. Die erste Halbzeit war nicht unsere beste, aber wir sind ruhig geblieben. Anschließend kamen wir viel besser aus der Pause, haben unsere Ballbesitzphasen gut genutzt, waren konzentriert und dominant. Für dieses Auftreten haben sich die Jungs schließlich auch belohnt. Den Sieg hätte man auch früher klarmachen können, aber wir haben viele junge Spieler, die sich noch in einem Lernprozess befinden und vielleicht auch nicht bis zum Ende die nötige Konzentration aufbringen können. Alles in allem war das ein verdienter und zufriedenstellender Sieg und eine tolle Mannschaftsleistung heute.“

Am Sonntag, den 18. September 2022 steht das nächste Spiel in der Regionalliga Nordost für Viktoria Berlin an. Dann gastiert das Team von Chefcoach Semih Keskin auswärts beim Greifswalder FC (6. Spieltag). Anstoß ist um 13:00 Uhr.

Aufstellung: 

Köstenbauer – Kühn – Baca – Mladen C. – Maric (46. Milos C.) – Inaler – Günay – Seiffert (85. Anders) – Ogbaidze (74. Mattmüller) – Werbelow (70. Durmushan) – Harres

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